Herausragendes Engagement für die Gesellschaft: Hallenserin als „Botschafterin der Wärme 2020“ ausgezeichnet

15. Oktober 2020
Annett Melzer

Leipzig I Halle/Saale, 15. Oktober 2020. Sie ist eine jener unermüdlichen Helferinnen, die sich in ihrer Freizeit freiwillig engagieren und damit ihre Mitmenschen dabei unterstützen, den Alltag zu meistern: Annett Melzer (geb. 1969) aus Halle an der Saale. An der selten vorkommenden Erkrankung Klippel-FeilSyndrom leidend, macht sie sich als Gründerin des Selbsthilfevereins Klippel-Feil-Syndrom – Inklusion von Menschen mit Behinderung und Benachteiligung e.V. für die Inklusion und uneingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe von betroffenen Menschen stark. Für diesen Einsatz wurde sie nun von der überregionalen Ehrenamtsinitiative „Verbundnetz der Wärme“ (VdW) als „Botschafterin der Wärme 2020“ ausgezeichnet. Zudem darf sie sich über eine Geldprämie von 5000 Euro freuen. Neben ihr wurden noch fünf weitere Ehrenamtliche aus verschiedenen Bundesländern durch das Netzwerk ausgezeichnet. Die Ehrung fand am heutigen Donnerstag, 15. Oktober 2020, im Rahmen einer virtuellen Zeremonie statt.

„Als selbst Betroffene finde ich zu Menschen mit Behinderung schnell einen vertrauensvollen Zugang. Es bereitet mir immense Freude zu helfen und es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen“, beschrieb Annett Melzer. Deutschlandweit einzigartig, wendet sich die gelernte Wirtschaftskauffrau mit ihrer Organisation ehrenamtlich an Patienten und Patientinnen mit Klippel-Feil-Syndrom, berät diese unabhängig, unterstützt bei sozialrechtlichen Fragestellungen oder der Beantragung und Umsetzung von Förderungen.

Diesen Einsatz würdigte auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haselhoff in seiner persönlichen Grußbotschaft: „Es ist geradezu unsere Pflicht, den Ehrenamtlichen regelmäßig zu danken“, sagte er. „Frau Melzer setzt sich unermüdlich für Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Ein wichtiges Thema für sie ist das gemeinsame Aufwachsen von Kindern mit und ohne Behinderung. Das stärkt uns alle.“

Auch der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck als VdW-Schirmherr lobte das „herausragende Engagement“ und verwies auf die wichtige Rolle der freiwillig Engagierten für die Gemeinschaft: „Gerade die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, welche Bedeutung das Ehrenamt hat und dass es unsere Gesellschaft zusammenhält. Es sind die Ausübenden des Ehrenamts, die unserem Leben mit so viel Herzblut immer wieder Sinn und Inhalt geben“, sagte der SPD-Politiker, der die diesjährigen „Botschafterinnen“ und „Botschafter“ im Vorfeld gemeinsam mit einer Jury ausgewählt hatte.

Das VdW als überregionale Initiative mit Sitz in Leipzig verfolgt das Ziel, das Ehrenamt in Deutschland zu fördern und die unermüdlichen Alltagshelfer finanziell und öffentlichkeitswirksam zu unterstützen. Trägerin der Organisation ist die VNG-Stiftung, die die Förderung gemeinnütziger und sozialer Aktivitäten des Leipziger Energiekonzerns VNG AG bündelt.

Coronabedingt wurde die Auszeichnungsveranstaltung in diesem Jahr im Rahmen einer einstündigen digitalen Videoaufzeichnung durchgeführt. Darin gratulieren auch zahlreiche prominente Paten des „Verbundnetz der Wärme“ zur Ernennung als „Botschafter der Wärme 2020“. Darunter beispielsweise Barbara Klepsch, Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Birgit Keller, Präsidentin des Thüringer Landtags oder auch Jan Holze, Vorstand der deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.