Herausragendes Engagement für die Gesellschaft: Dresdner Ehrenamtlicher als „Botschafter der Wärme“ ausgezeichnet

15. Oktober 2020
Matthias Neutzner

Leipzig I Dresden, 15. Oktober 2020. Mit der von ihm gegründeten Initiative MEMORARE PACEM setzt er sich über die Stadtgrenzen der sächsischen Landeshauptstadt für eine Kultur des Friedens ein und strebt für ein demokratisches, dialogbereites und einander zugewandtes Miteinander: Der Dresdner Matthias Neutzner (geb. 1960) lebt gesellschaftliches Engagement in einzigartiger Weise vor und erhielt dafür nun die entsprechende Würdigung. Von der überregionalen Ehrenamtsinitiative „Verbundnetz der Wärme“ (VdW) wurde er zum „Botschafter der Wärme 2020“ ernannt. Zudem darf er sich über eine Geldprämie von 5000 Euro freuen. Neben ihm wurden noch fünf weitere Ehrenamtliche aus verschiedenen Bundesländern durch das Netzwerk ausgezeichnet. Die Ehrung fand am heutigen Donnerstag, 15. Oktober 2020, im Rahmen einer virtuellen Zeremonie statt.

„Mit MEMORARE PACEM gelingt es ihm, ältere und jüngere Menschen zusammenzuführen und das Thema Frieden in einer ganz besonderen Art und Weise zu vermitteln“, beschrieb die sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Kleppsch, die in der Auswahlkommission bei der Wahl der diesjährigen Ausgezeichneten mitgewirkt hatte. „Matthias Neutzner ist uns dadurch ein großes Vorbild und ein hervorragendes Beispiel, wenn es um das Thema Frieden geht. Insofern freut mich seine Ehrung sehr.“

Neutzner, der 1960 in Görlitz geboren wurde und seit seinem neunten Lebensjahr in Dresden lebt, war als Autor verschiedener geschichtlicher Schriftwerke von 2004 bis 2010 Mitglied der vom damaligen Dresdner Oberbürgermeister zur wissenschaftlichen Untersuchung der Luftangriffe auf Dresden berufenen Historikerkommission. Mit MEMORARE PACEM setzt er sich nun dafür ein, eine Kultur des Friedens zu entwickeln. Das Engagement seines Vereins reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus: Es werden auch enge Partnerschaften und persönliche Beziehungen zu internationalen Initiativen gepflegt und Workshops weltweit organisiert, in denen sich Menschen beispielsweise mit den Erfahrungen von Flucht, Vertreibung oder Migration auseinandersetzen.

„Erinnern spielt für uns eine sehr wichtige Rolle. Wir glauben, dass die Erfahrung der älteren Generation wichtig ist, um die Verantwortung eines jeden Einzelnen in der Gegenwart deutlich zu machen“, erklärte Neutzner, dessen Verein seit 2016 auch auf Kulturbühnen und in die Aulen von Schulen zu ‚Peace Slams‘ einlädt, bei denen junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt ihre persönlichen Geschichten mit dem Publikum teilen.

Als VdW-Schirmherr würdigte der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck dieses „herausragende Engagement“ und verwies auf die wichtige Rolle der freiwillig Engagierten für die Gemeinschaft: „Gerade die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, welche Bedeutung das Ehrenamt hat und dass es unsere Gesellschaft zusammenhält. Es sind die Ausübenden des Ehrenamts, die unserem Leben mit so viel Herzblut immer wieder Sinn und Inhalt geben.“

Platzeck hatte die diesjährigen „Botschafterinnen“ und „Botschafter“ im Vorfeld gemeinsam mit einer Jury ausgewählt. Das VdW als überregionale Initiative mit Sitz in Leipzig verfolgt das Ziel, das Ehrenamt in Deutschland zu fördern und die unermüdlichen Alltagshelfer finanziell und öffentlichkeitswirksam zu unterstützen. Trägerin der Organisation ist die VNG-Stiftung, die sämtliche gemeinnützige und soziale Aktivitäten des Leipziger Energiekonzerns VNG AG bündelt.