Fotoausstellung „Engagement zeigt Gesicht“ am 6. Februar 2020 in Teltow eröffnet

7. Februar 2020
Fotoausstellung des „Verbundnetz der Wärme“ dokumentiert ehrenamtliches Engagement.

Teltow/Leipzig, 7. Februar 2020. Ob in der Altenpflege, im Sportverein oder als Nachhilfelehrer – tausende Ehrenamtler leisten täglich Herausragendes, indem sie anderen Zuwendung geben, Zeit schenken und im Alltag unterstützen. Nun würdigt eine Fotoausstellung im brandenburgischen Teltow diese gesellschaftlich wertvollen Leistungen: Unter dem Titel „Engagement zeigt Gesicht“ können im Neuen Rathaus der Stadt noch bis Donnerstag, 20. Februar 2020, großformatige Fotografien und eindrucksvolle Porträts begutachtet werden, die die vielen Facetten ehrenamtlicher Tätigkeiten abbilden und Ansporn sein sollen, sich ebenfalls zu engagieren.

Hinter der Ausstellung steht die überregionale Ehrenamtsinitiative „Verbundnetz der Wärme“ (VdW), deren Leiterin Katja Walther die gut besuchte Eröffnung am gestrigen Donnerstag, 6. Februar 2020, gemeinsam mit Thomas Schmidt, Bürgermeister der Stadt Teltow, sowie weiteren politischen Vertretern der Region vornahm.

Im Mittelpunkt der kostenfrei zugänglichen Fotosammlung steht die Teltowerin Dr. Hannelore Herma, die für ihr soziales Engagement 2019 vom „Verbundnetz der Wärme“ als „Botschafterin der Wärme“ ausgezeichnet wurde. Sie zeigte sich bei der Eröffnung bescheiden: „Ich fühle mich geehrt, doch ich muss betonen, dass ehrenamtliche Tätigkeit stets Teamarbeit ist. Wir unterstützen und stärken uns gegenseitig. Ohne unser Team von Ehrenamtlern würde das nicht funktionieren“, sagte die Teltowerin. Seit zehn Jahren engagiert sie sich ehrenamtlich bei der Arbeiterwohlfahrt im Ortsverein Teltow e.V., bei der "Akademie 2. Lebenshälfte“ sowie im Rahmen des Projektes „Junge Alte helfen alten Alten“. Im Rahmen dieser Projekte leistet Herma dringend benötigte Alltagsunterstützung, bietet Hilfe beim Umgang mit Abschied und Trauer und hat ein offenes Ohr für die kleinen und großen Sorgen anderer. Darüber hinaus widmet sie ihr Engagement auch der jüngeren Generation, indem sie Schüler der Teltower Anne-Frank-Grundschule als Lernpatin in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe unterstützt.

Für Katja Walther, die die Geschicke des 2001 gegründeten VdW leitet, ist dieses Engagement nicht selbstverständlich: „Hannelore Hermas Einsatz ist eine Bereicherung für alle Generationen. Ohne Menschen wie sie, die den Zusammenhalt fördern und andere bei großen und kleinen Sorgen unter-stützen, würde der Gesellschaft ein wichtiger Teil fehlen.“

Anerkennung gab es auch von Thomas Schmidt, der sich als Oberhaupt der Stadt über die Würdigung freute: „Viele Aufgaben auf kommunaler Ebene sind oftmals nur mit Ehrenamtlichen möglich. Zumeist engagieren sie sich im Stillen und mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, ohne dafür die notwendige Anerkennung zu erhalten“, sagte der SPD-Politiker. „Umso mehr freuen wir uns, dass Hannelore Herma 2019 als ‚Botschafterin der Wärme‘ ausgezeichnet wurde.“

Beim „Verbundnetz der Wärme“ handelt es sich um eine Initiative, deren Fokus darauf liegt, das Ehrenamt in Deutschland zu bündeln und den unermüdlichen Alltagshelfern durch finanzielle und öffentlichkeitswirksame Unterstützung ein Gesicht zu geben. Jedes Jahr werden sechs ausgewählte Personen aus verschiedenen Regionen Deutschlands mit dem Titel „Botschafter der Wärme“ geehrt. Zudem findet wechselnd in den jeweiligen Heimatorten der Ausgezeichneten eine Fotoausstellung statt. Trägerin der Organisation ist die 2009 gegründete VNG-Stiftung, die sämtliche gemeinnützige und soziale Aktivitäten des Leipziger Gashandelsunternehmens VNG AG bündelt.

Hintergrund:

Das „Verbundnetz der Wärme“ ist ein in Deutschland einmaliges Netzwerk, das das gemeinnützige Engagement in Deutschland fördert. Die Initiative wurde im Herbst 2001 von der Leipziger VNG AG und unter der Schirmherrschaft von Dr. Regine Hil-debrandt (†) gegründet. Ziel des „Verbundnetz der Wärme“ ist die Förderung von gemeinnützigem Engagement in Deutschland. Schirmherr ist Matthias Platzeck (MdL), ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg. Mittlerweile gehören mehr als 200 Ehrenamtliche dem „Verbundnetz der Wärme“ an.

Die VNG-Stiftung, als Trägerin der Initiative „Verbundnetz der Wärme“, wurde 2009 gegründet und bündelt gemeinnützige und soziale Aktivitäten der VNG AG. Die Stiftung fördert gemeinnützige und soziale Projekte in den Bereichen Kunst, Sport, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Soziales, Stiftungen sowie Hochschulaktivitäten.