Kunst & Nachhaltigkeit in Sondershausen

5. Juli 2021
Ein großer Tag für die "essbare Stadt" Sondershausen

Es gibt schöne Neuigkeiten von unserer Verbundnetzlerin Cornelia Ketelsen aus Sondershausen.

Am vergangenen Sonntag, dem 3. Juli, hat Frau Ketelsen die Anfertigung einer Illusionsmalerei organisiert, welche in Form eines Straßenbildes von den Künstlern Uwe Katzmann und Susanne Stadermann in der Fußgängerzone von Sondershausen gemalt wurde. Das Bild sollte die Frage thematisieren: "Ist Nachhaltigkeit eine Illusion?"

Das tolle Ergebnis konnte sich sehen lassen und wird künftig das neue Logo zum Projekt "essbare Stadt".

Dieses Projekt wurde 2014 von Cornelia Ketelsen ins Leben gerufen, welche einst auf einen Artikel zum Verein "Essbare Stadt Kassel e.V." in der Zeitschrift "Oya" stieß und dieses Konzept auch in ihrer Stadt umsetzen wollte. Die "essbare Stadt Kassel" wurde 2009 von 16 Menschen gegründet, die urban gardening ein Stück weiterentwickelt haben. Mittlerweile sind es in Kassel schon über 100 Mitglieder, von denen viele in verschiedenen Bereichen an dem Thema arbeiten.

In der "essbaren Stadt" sieht Cornelia Ketelsen ein alternatives Stadtentwicklungskonzept, als Lernort für individuelle Verwirklichung zu Gunsten der Gemeinschaft in Kooperation mit Verwaltung Fachberatung und anderen "Grünen Akteuren". Dabei stehen die Werte Nachhaltigkeit, Entwicklung, Zukunftsbewusstsein und sozialer Reichtum klar im Vordergrund. Der soziale Reichtum ist am Ende das gewünschte Resultat einer nachhaltigen, resiliente und damit zukunftsfähige Stadtentwicklung. Dieser Lernort bietet auch ganz viele Möglichkeiten zur Einbindung von Kindern. Cornelia Ketelsen denkt dabei an Stadtkinderpaten, die mit der selbst-, gesellschafts- und naturbezogenen Gestaltung urbaner und oder öffentlicher Räume Kindern die nahe Nachhaltigkeit mit auf dem Weg geben können. Dieses Konzept biete auch Lernpotentiale für BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) aus einer räumlichen Perspektive.

"Wer Anderen eine Zukunft pflanzt, blüht selber auf" - so Ketelsen.

Das gefertigte Straßenbild war eine Aktion unter dem Namen "Kunst & Nachhaltigkeit". Die Kunst wird immer auch ein Teil von Nachhaltigkeit sein. Wie André Reichel einst sagte "Kunst und Kultur sind Voraussetzungen zum Verstehen der Welt". Frau Ketelsen sieht in der Kunst das Potential, den Erkenntnisprozess der gegenwärtigen Krise sichtbar zu machen.

Am Ende des Tages beschrieb die Künstlerin Susanne Stadermann den Tag als "Tag der Synergien", weil so viele Menschen zusammengekommen sind, um Ideen zu tauschen und gemeinsam zu überlegen, was man in Sondershausen noch mit ins Projekt "essbare Stadt" einbringen könnte. Es sind schöne neue Ideen gekommen, wie zum Beispiel die Idee für ein Kräuterlabyrinth oder für neue Hochbeete.

Offen bleibt die Frage: "Ist Nachhaltigkeit eine Illusion"