Erfolgreich im Netz – Tipps zur einer eigene Vereinswebsites

18. Mai 2017
3 Gründe für eine eigene Website

Ein Internet-Auftritt gilt als Aushängeschild im Internet – und ist auch für Vereine und andere gemeinnützige Organisationen ein wichtiges Instrument, um sich in der Öffentlichkeit attraktiv zu präsentieren. Jedoch schrecken viele vor dem (oft vermeintlich großen) Aufwand von Konzeption, Erstellung und Betreuung einer Internetseite zurück. Ein Aufwand, der sich durch eine enorm gesteigerte Aufmerksamkeit bei Öffentlichkeit, Spendern und Sponsoren schnell rentieren kann.

3 Gründe für eine eigene Website

Präsentation Ihres Vereins

Eine gute Vereinswebsite ist Visitenkarte und Informationsquelle im Netz. Sie bringt Ihren Verein ins digitale Bewusstsein der Menschen: Interessierte Außenstehende machen sich meist im Internet zuerst ein Bild über den Verein, bevor sie persönlich mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Eine Vereinswebsite sollte also kurz und prägnant über Ihren Verein, Ihre Absichten und Ansichten informieren.

Informationsplattform für alle

Eine Vereinswebsite hilft zudem, die Öffentlichkeit, Ihre Mitglieder und Ihre Partner regelmäßig über Neuigkeiten im Verein auf dem Laufenden zu halten. Hier können Sie zum Beispiel über Ort und Zeit der nächsten Vereinstreffen informieren oder anderer Veranstaltungen des Vereins ankündigen.

Grundlage für gelungenes Marketing

Eine Vereinswebsite bietet eine gute Grundlage für Marketing-Aktivitäten. Vereine mit einer attraktiven Internet-Präsenz werden von Sponsoren und Spendern als seriöser wahrgenommen. Zudem wird die meist sehr überschaubare Finanzierung von Erstellung und regelmäßiger Betreuung gern von Unternehmen als Spende oder Sponsoring übernommen. In manchen Fällen lassen sich auch Einnahmen über Online-Werbung erzielen.

Wichtige Inhalte für eine Vereinswebsite

Eine gute Vereinswebsite zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie den Besuchern interessante, lesenswerte Inhalte zur Verfügung stellt. Äußerst umfangreich braucht sie deshalb aber nicht unbedingt zu sein. Folgende Elemente sollte eine Vereinswebsite jedoch als Standard haben:

Die Startseite ist das „Eingangstor“ zur Website. Hier sollte der Nutzer einen Überblick über alle Informationen finden, die die Website bietet. Zugunsten der Übersichtlichkeit werden die einzelnen Themen hier idealerweise nur kurz angerissen und werden auf Unterseiten verlinkt. Eine Grundregel besagt: Je wichtiger die Informationen sind, desto weiter oben sollten sie auf der Startseite stehen. Unser Tipp: Schreiben Sie hier kurze Texte und nutzen Sie Icons, Bilder und andere graphische Elemente, um die Startseite aufzulockern und eine „Bleiwüste“ zu vermeiden.

Das Menü gibt einen schnellen Überblick über Inhalt und Struktur der Website. Denn es hilft dem Besucher, sich auf der Website zurechtzufinden und so schnell wie möglich an die gesuchten Informationen zu kommen. Die wichtigsten Themenbereiche Ihrer Vereinswebsite sollten sich also idealerweise in den Menüpunkten widerspiegeln. Unser Tipp: Das Menü sollte jedoch übersichtlich bleiben – vermeiden Sie also mehr als 6 Menüpunkte in der ersten Menüebene.

Die Such-Funktion ist vor allem bei umfangreichen Websites von Vorteil. Denn viele Nutzer nehmen sich nicht mehr die Zeit über das Menü zu suchen, sondern nutzen zunehmend die Suche, um ohne Umwege zur den gewünschten Infos zu gelangen. Diese Funktion ist idealerweise in das Menü integriert, so dass der User sie von überall auf der Website nutzen kann.

Im Bereich „Über uns“ stellt sich der Verein vor: Hier sollten also Informationen zu den Vereinszielen, zur Motivation der Mitglieder, der Vereinsgeschichte, der Satzung und den Statuten genannt werden. Die wichtigsten Funktionsträger können sich und ihre Aufgaben kurz vorstellen. Dabei ist es gut, wenn die Personen mit einem (Portrait-)Foto sympathisch abgebildet werden. Sollen Neumitglieder geworben werden, wäre hier auch der Ort, um Informationen für eine Vereins-Mitgliedschaft zu finden.

Ein Blog innerhalb der Vereinswebsite bietet Ihnen eine gute Möglichkeit, diese sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Mitglieder interessanter zu gestalten. Regelmäßige Beiträge mit interessanten Inhalten, Informationen und Tipps zu Vereinsthemen sowie Neuigkeiten aus dem Vereinsleben – seien es Ankündigungen und Rückblicke von Veranstaltungen – regen dazu an, Ihre Website regelmäßig zu besuchen. Der aktuellste Bericht sollte deshalb immer an oberster Stelle stehen.

Der Bereich „Veranstaltungen“ bietet einen Überblick über die in der Zukunft anstehenden Termine. Dies kann in Form eines Veranstaltungskalender gestaltet sein oder als Auflistung von kurzen Texten, in denen Ort, Zeit und Thema der Veranstaltungen genannt werden. Grundsätzlich gilt: Je mehr Veranstaltungen im Voraus aufgeführt werden, desto besser.

Unser Tipp: Sollen die Veranstaltungen ausführlicher beschrieben werden, kann aus dem Bereich auch auf Unterseiten verlinkt werden.

Die Unterseite mit den Kontaktdaten enthält die wichtigsten Ansprechpartner des Vereins mit deren Telefon-Nummer und E-Mail-Adresse. Die Postanschrift, ein Anfahrtsplan und die Öffnungszeiten können hier optional auch angegeben werden. 
Unser Tipp: Für eine schnelle, unkomplizierte Kontaktaufnahme stellen Sie Ihren Websitebesuchern am besten ein Kontaktformular zur Verfügung.

Ein Impressum sollte jede Vereinswebsite besitzen und folgende Elemente enthalten: Den vollständigen Vereinsnamen mit Rechtsform, die Adresse des Vereinssitzes, den Namen der Vorstände und mindestens zwei Kontaktmöglichkeiten (wie eine E-Mail-Adresse, eine Telefon- oder Fax-Nummer). Ebenso sollten das zuständige Registergericht, die Vereinsregisternummer und Umsatzsteuer- oder Wirtschaftsidentifikationsnummer (falls vorhanden) genannt werden.
Unser Tipp: Informieren Sie sich für ein rechtssicheres Impressum unbedingt bei einem professionellen Rechtsbeistand.

Website erstellen

Der wohl schwierigste Teil für Vereine ist es, die Vereinswebsite zu erstellen. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Wege: Man beauftragt einen professionellen Programmierer oder man erstellt die Website selbst bzw. lässt sie von Vereinsmitgliedern erstellen. Beide Wege haben vor- und Nachteile. Ein Profi liefert eine professionelle Website. Aber er kostet dem Verein meist viel Geld – sowohl für die Erstellung als auch für die regelmäßige Betreuung. Die Website selbst aufzusetzen braucht Zeit, Motivation und Erfahrung. Jedoch gibt es mittlerweile viele Lösungen, die auch Laien ohne Programmierkenntnisse in die Lage versetzen, gute Websites zu erstellen und zu betreuen.

Viele Provider bieten Homepage-Baukästen an, die mit einfacher Bedienung, geringen Zeitaufwand und niedrigen Kosten zu einer Website führen können. Der Provider übernimmt dabei in der Regel auch die Beschaffung der Internet-Adresse, die man bei der Anmeldung frei wählen und auf Verfügbarkeit prüfen lassen kann. Einerseits stehen dabei viele Gestaltungsvorlagen zur Verfügung. Andererseits kann das zum Nachteil werden, wenn man eine größere Gestaltungsfreiheit beim Erstellen der Website erwartet.

Ein Content-Management-System (CMS) lässt mehr Freiheit zu, braucht jedoch eine gewisse Einarbeitung. Es ist in der Regel ein kostenfreies OpenSource-Programm und lohnt sich vor allen dann, wenn Sie regelmäßig neue Beiträge veröffentlichen wollen. Die Nachteile sind u.a. ein hoher Einrichtungs- und Wartungsaufwand und höhere monatliche Kosten für das Webhosting.
Unser Tipp: Bei Youtube oder vimeo gibt es zahlreiche hilfreiche Tutorials zu diesem Thema und den gängigen CMS, wie Wordpress, Typo3 oder Joomla.

Unser Tipp: Beachten Sie bei der Erstellung der Website darauf, dass sie auch für mobile Anwendungen optimiert ist. Denn bereits heute surfen viele Nutzer mit Smartphone, Tablet & Co – Tendenz steigend.

Fazit:

Eine Vereinswebsite ist ein Muss für alle Vereine, die sich optimal in der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Dafür muss die Website nicht sehr umfangreich – jedoch stets nutzerfreundlich und gut strukturiert sein. Der finanzielle und zeitliche Aufwand für de Erstellung und Pflege lohnt sich in der Regel schnell, da sich Interessierte besser über Ihren Verein informieren und für Ihr Anliegen begeistern können.