Integrationspreis Sachsen-Anhalt 2015

11. Dezember 2015
Unser Mitglied Katrin Müller war mitten im Geschehen des Integrationspreises des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Am 11. November dreht sich dann alles um die "Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingenund Migranten" - einem äußerst wichtigen Thema.

Unser Mitglied Katrin Müller war mitten im Geschehen des Integrationspreises des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Am 11. November dreht sich dann alles um die "Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingenund Migranten" - einem äußerst wichtigen Thema in der aktuellen Situation. Katrin Müller berichtet...

Bereits zum dritten Mal durften wir uns am Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt beteiligen, der am 11.11.2015 in Magdeburg verliehen wurde und vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde. Wir – das ist die Schweißschule Wilhelm aus Landsberg und „ich“. Teilnehmen können sowohl Vereine, Migrantenorganisationen, Kommunen und Schulen sowie Unternehmen und Institutionen, die nachhaltige Projekte im Bereich der Integration von Migranten und nun auch Flüchtlingen umsetzen. Es ist immer wieder ein bunter Mix von Ehrenamt und beruflicher Initiative, verbunden mit vielen herzlichen und nahegehenden Momenten. Es gibt zwar Gewinner in jeder Kategorie, aber keiner ist Verlierer, denn jedes Projekt wird auch für die Teilnahme ausgezeichnet, was gerade für die Kinder- und Jugendgruppen ein ganz wichtiger Faktor ist. Interessant sind natürlich auch die Musikbeiträge während der Festveranstaltung, die die Vielfältigkeit der Kulturen und Mentalitäten widerspiegeln.

Unser Projekt besteht seit Jahren darin, dass wir Beruf und Ehrenamt verbinden, d. h., Migranten gemeinsam mit den Arbeitsämtern und Jobcentern die Möglichkeit geben, über Qualifizierung zum Schweißer einen unbefristeten Vollzeitarbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhalten. Gleichzeitig, und hier ist das Ehrenamt wieder gefragt, ist es wichtig, alle damit in Zusammenhang stehenden menschlichen Aspekte zu berücksichtigen und in den Bereichen zu helfen, wo die Integration ebenfalls erforderlich ist, was oftmals auch die Familien der künftigen Lehrgangsteilnehmer und deren Sorgen und Ängste betrifft. Die Dankbarkeit, die man oft noch Jahre später erlebt, ist ein wunderschöner Preis, den man damit indirekt ebenfalls „verliehen“ bekommt und der auf keinem Papier steht. Und genau aus diesem Grund lohnt es sich, die positiven Aspekte von Integration auch weiterhin publik zu machen und für die Menschen zu kämpfen, die sich gern integrieren möchten und durch diesen Weg eine faire Chance erhalten, sich unabhängig von Sozialleistungen hier ein neues Leben aufzubauen und unter Gleichgesinnten Freunde zu finden.

Nachfolgend ein kleiner Videobeitrag der Preisverleihung, die vom Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Minister für Arbeit und Soziales Norbert Bischoff sowie vom Kultusminister Stephan Dorgerloh vorgenommen wurde.

Katrin Müller