Ein herzliches Dankeschön aus Działoszyn

17. Mai 2017
Unser Mitglied Dr. Edward Sulek berichtet von einem Einsatz an einer Sonderschule in Działoszyn in Kooperation mit Seniorenresidenz Am Hufeisensee.

Unser Mitglied Dr. Edward Sulek berichtet von einem Einsatz an einer Sonderschule in Działoszyn in Kooperation mit Seniorenresidenz Am Hufeisensee.

Vor einiger Zeit erzählte Anna Tarnowska-Przerywacz, die Direktorin der Sonderschule in Działoszyn (dem Partnerkreis des Saalekreises) mir und Katrin Müller (beide Mitglieder der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.), dass man sehr interessiert wäre an gebrauchten Rollstühlen, Rollatoren u. ä. Sanitätsartikeln. Einige der Schülerinnen und Schüler benötigen diese dringend, um an den verschiedenen Ausflügen der Schule teilhaben zu können. An diesen Wunsch haben wir oft gedacht und auch mit all´ unseren fleißigen Spendern nach Möglichkeiten der Umsetzung gesucht. Doch die Zeit verging und wir hatten es uns ehrlich gesagt einfacher vorgestellt. Umso größer war die Freude, dass sich kurz vor Ostern eine wunderbare Gelegenheit ergab, sowohl die bedürftigen Kinder als auch deren Lehrer und Erzieherinnen in Działoszyn zu unterstützen. Die Seniorenresidenz Am Hufeisensee (www.procurand.de) lagerte einige ihrer leicht reparaturbedürftigen und gebrauchten Sanitätsartikel aus. Nach einem sehr herzlich vor Ort geführten Gespräch zwischen der Pflegedienstleiterin Sandra Gittel und Katrin Müller und der anschließenden Rücksprache mit der Heimleitung durch Frau Gittel war man sofort bereit, uns diese Dinge zu überlassen. Man merkt, dass es in der Seniorenresidenz nicht nur den Heimbewohnern gut geht, sondern die „Hilfe mit Herz“ auch über deren Betreuung hinausgeht. Ein großes Dankeschön geht außerdem an Tom Balfanz, der uns seinen Transporter zur Verfügung stellte. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt gerade zur Vorbereitung eines Jugendprojektes in Polen aufhielt, übernahmen es Silke Balfanz vom Friseursalon in Lochau und Katrin Müller, die Sachen abzuholen. Eine absolute Erleichterung war, dass sich die Firma LAUER ecotec GmbH in Lochau sofort bereit erklärt hatte, die Dinge bis zur Übergabe einzulagern. Nun blieb nur noch eine Frage offen: Wie gelingt der Transport in unseren Partnerkreis Działoszyn? Der normale PKW, mit dem wir sonst immer die Spenden fahren, war dafür leider viel zu klein. Zum Glück konnte Landrat Jan Ryś vom Landkreis Pajęczański kurzfristig ein Fahrzeug zur Verfügung stellen. Am 20. April 2017 war es dann soweit: Adam Stachera und Tomasz Krzak, beide in leitenden Funktionen im dortigen Kreiskrankenhaus tätig, machten sich auf den Weg, um die Spenden abzuholen. Natürlich nutzten wir beim Beladen jede Lücke im Transporter, um sie mit den anderen gesammelten Spenden – Kleidung, Spielsachen, Bastelmaterial und Süßigkeiten – zu füllen.  Letztgenannte waren noch als etwas verspäteter „Osterhase“ gedacht. Ein herzliches Dankeschön geht hiermit an alle, die uns dabei so wunderbar und mit viel Liebe mit ihren Geschenken und beim Verpacken unterstützt haben.

Im Gespräch mit unseren polnischen Gästen konnten Katrin Müller und ich beim gemeinsamen Mittagessen auch ganz gezielt abstimmen, welche Sanitätsartikel künftig gebraucht werden. Einige Hilfsmittel, die die Schule nicht benötigt, werden ihre Verwendung im betreuten Wohnen sowie in den Pflegeeinrichtungen des Landkreises finden, da man seit Jahren miteinander kooperiert. Die Schule selbst ist vorwiegend an sämtlichen Mobilitätshilfen, Rollatoren und klappbare Rollstühle interessiert. U. a. erfuhren wir dabei auch, dass mit Hilfe der Förderung durch die Wojewodschaft Łódź eine bessere Ausstattung der Pflegeeinrichtungen erfolgt. Trotzdem ist der Bedarf gerade an Geräten zur Steigerung der Mobilität der Patienten nach wie vor groß. Insgesamt gesehen war es eine wunderbare Aktion, die gezeigt hat, was man GEMEINSAM erreichen und welche Freude und Unterstützung man weitergeben kann, wenn alle „an einem Strang“ ziehen. Stellen Sie sich einfach die leuchtenden Augen der Kinder vor, die erstmals bei Ausflügen mit dabei sein dürfen! Ich denke, das muss man nicht weiter erklären! DANKESCHÖN!

Dr. Edward Sułek