Botschafter 2019

Engagement: 
er macht sich mit und für Arme und Schwache stark
Mich interessiert, was die Anderen machen und ob wir vielleicht etwas zusammen auf die Beine stellen könnten. Mehr Miteinander ist mir wichtig. Gemeinsam kann man mehr bewegen.

Im Jahr 2006 gründeten Dirk Thiele und seine Mutter Johanna Thiele den ‘Hilfsverein Nächstenliebe e.V.‘ – ein Netzwerk für Arme und Schwache. Angefangen hatte alles 2002, erzählt Dirk Thiele: „In einem Kirchenblättchen hatten wir gelesen, dass für Kinder in albanischen Bergdörfern Schals gesucht würden. Wir fühlten uns berufen zu helfen und gaben eine Annonce in der Leipziger Volkszeitung auf, in der wir LeipzigerInnen zum Stricken einluden.

Engagement: 
engagiert sich als Patin für Familiengesundheit
Ich freue mich besonders, wenn sich Familien zu einer harmonischen Gemeinschaft entwickeln, unabhängig davon, wie die individuellen Startvoraussetzungen sind.

Damit Neugeborene und ihre Eltern einen gesunden und sicheren Start in ihre gemeinsame Zukunft haben, rief das Sächsische Sozialministerium (SMS) 2011 das Präventions-Projekt der Familiengesundheitspaten ins Leben. Koordiniert durch die Carus Consilium Sachsen GmbH, hat sich das Projekt in Dresden und Umgebung bereits sehr erfolgreich entwickelt.

Ilka Paeslack, "Botschafterin der Wärme 2019" engagiert sich ehrenamtlich für die Deutsche Stammzellspenderdatei. © Ines Escherich Fotografie
Engagement: 
engagiert sich für die Deutsche Stammzellspenderdatei
Wenn man sich für eine Typisierung und damit für eine Aufnahme in die Stammzellspenderdatei entscheidet, sollte man sich vorher genau überlegen, ob man wirklich zu einer Spende bereit ist. Für manche Patienten gibt es nur einen möglichen Lebensretter auf der ganzen Welt. Mit einer Absage zerstört man viele Hoffnungen.

Ilka Paeslack lies sich 2007 von der Deutschen Stammzellspenderdatei typisieren. Bereits Anfang 2009 kam eine dringende Anfrage von einer Transplantationsklinik in Hamburg. Ein Mann litt an einer bösartigen Erkrankung des Knochenmarks. Nur durch eine Stammzell-Transplantation bestand überhaupt die Möglichkeit, sein Leben zu retten. Die erlösende Nachricht: Ilka Paeslack stellte sich als Spenderin zur Verfügung. Einige Wochen nach der Transplantation konnte der  Mann  aus der Klinik entlassen werden. Heute geht es ihm gut.

Engagement: 
engagiert sich für krebskranke Menschen
Hier sitzen wir nicht im Kreis und erzählen uns unsere Krebsgeschichten. Vielmehr geht es darum, die Betroffenen aufzufangen, sie zu informieren und auf ihrem Weg im Kampf gegen die Erkrankung zu begleiten. Bei uns fühlt man sich verstanden.

„Plötzlich ist er da, dieser Knoten. Drei Worte nur und doch veränderten sie alles: „Sie haben Krebs!“ Nichts ist mehr wie es war. Von einem Moment zum anderen wird aus der Frau, dem Mann, der Mutter oder dem Vater, ein Krebspatient. Damit sich der Krebs nicht im Körper ausbreitet müssen Therapien durchlaufen werden, die einerseits das Wachstum der Krebszellen eindämmen bzw. verhindern und andererseits aber mit den diversen Nebenwirkungen dafür sorgen, dass wir uns gerädert, müde, schlaff, übel, mitgenommen und klein fühlen.

Engagement: 
engagiert sich für Kinder, Jugendliche und Familien in schwersten Lebenslagen
Meine Motivation ist das Lächeln von schwerstkranken Kinder, die nie in ein öffentliches Freibad gehen können und im Schwimmbecken des Kinderhospizes ins Wasser gleiten oder die Begeisterung von Jugendlichen aus dem Kinder- und Jugendheim „Frohe Zukunft“, die von einem Jugendaustausch in Rumänien zurückkehren.

Klaus-Dieter Heber nimmt sich die Verantwortung. Er ist ein Mensch, der nicht wegschaut, sondern anpackt. Sein ehrenamtliches Engagement begann bereits Anfang der 80er Jahre. Bereits als junger Familienvater engagierte er sich im Kinder- und Jugendheim „Frohe Zukunft“ in Nordhausen. 1992 gründete er zusammen mit dem damaligen Heimleiter den gemeinnützigen freien Trägerverein „Frohe Zukunft Nordhausen e.V.“.

Engagement: 
schenkt Zeit, hört zu, fragt nach und unterstützt
Ich schenke im wahrsten Sinne des Wortes Zeit. Ich kenne alle Geschichten aus der Kinderzeit. Wichtig dabei ist Vertrauen.

2010, nach einem erfüllten Berufsleben und dem Tod ihres Mannes, stand die promovierte Chemikerin vor der Frage: „Wie weiter?“ Nur den großen Garten zu pflegen und sich in ihre Heimbibliothek zurückzuziehen, war ihr zu wenig. „In meinem Arbeitsleben“, sagt sie „hatte ich ein großes Netzwerk, Kontakte und Gespräche mit Menschen haben mein Leben bereichert. Mir war klar, dass ich auch im Ruhestand eine Beschäftigung gemeinsam mit anderen Menschen brauchte.“