Klaus-Dieter Heber, Nordhausen

2019
Organisation: 
Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland
Engagement: 
engagiert sich für Kinder, Jugendliche und Familien in schwersten Lebenslagen
Meine Motivation ist das Lächeln von schwerstkranken Kinder, die nie in ein öffentliches Freibad gehen können und im Schwimmbecken des Kinderhospizes ins Wasser gleiten oder die Begeisterung von Jugendlichen aus dem Kinder- und Jugendheim „Frohe Zukunft“, die von einem Jugendaustausch in Rumänien zurückkehren.

Klaus-Dieter Heber nimmt sich die Verantwortung. Er ist ein Mensch, der nicht wegschaut, sondern anpackt. Sein ehrenamtliches Engagement begann bereits Anfang der 80er Jahre. Bereits als junger Familienvater engagierte er sich im Kinder- und Jugendheim „Frohe Zukunft“ in Nordhausen. 1992 gründete er zusammen mit dem damaligen Heimleiter den gemeinnützigen freien Trägerverein „Frohe Zukunft Nordhausen e.V.“.

Als Maschinenbauer hat er Technologie und Konstruktion studiert. Wenn es darum geht, Unterstützung und Hilfe nachhaltig auf tragfähige Füße zu stellen, so entwickelt er Konzepte, gründet Organisationen und verbindet diese zu einem Netzwerk. Sein Hauptanliegen: Familien beizustehen und zu helfen, die sich aufgrund unheilbarer Erkrankungen ihrer Kinder oder extrem belastender familiärer Verhältnisse in den allerschwersten Lebenslagen befinden.

2005 gründete Klaus-Dieter Heber nach 3-jähriger Recherche mit seinen engsten Mitstreitern den gemeinnützigen Verein „Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V.“ Sein Ziel: Einen ambulanten und stationären Kinderhospizdienst in Mitteldeutschland aufbauen. Damit initiierte er Ostdeutschlands größtes, ehrenamtlich organisiertes Sozialprojekt. In Thüringen und weit darüber hinaus ist Klaus-Dieter Heber nun vor allem das Gesicht des „Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland“ in Tambach-Dietharz, was wiederum 2011 als erstes ausschließlich aus Spenden finanziertes Kinderhospiz in Deutschland eröffnet wurde. Hunderte Familien mit unheilbar erkrankten Kindern aus dem gesamten Bundesgebiet haben seither die Möglichkeit genutzt, im stationären Kinder- und Jugendhospiz für jährlich bis zu 28 Tage im Jahr einzuziehen, liebevolle Pflege für ihr Kind, umfassende Hilfe, Stärkung und Kraft für die ganze Familie zu erhalten.

Aus der erlebbaren Not in seinem ehrenamtlichen Wirken heraus rief Klaus-Dieter Heber u.a. den ambulanten „Thüringer Kinderhospiz-Dienst“, die „Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung“ und weitere Organisationen ins Leben. Das alles schafft er natürlich nicht allein. Sein Credo: “Der Einzelne ist wichtig – das Team ist alles.”

Wenn er erzählt, wie schwerstkranke Kinder, die nie in ein öffentliches Freibad gehen können, im Schwimmbecken des Kinderhospizes ins Wasser gleiten und lächeln – oder wie begeistert Jugendliche aus dem Kinder- und Jugendheim „Frohe Zukunft“ von einem Jugendaustausch in Rumänien zurückkehren, dann spürt man etwas von der tief empfundenen Freude, die ihn zu seinem unermüdlichen Engagement motiviert.