Karin Börner, Dresden

2019
Engagement: 
engagiert sich als Patin für Familiengesundheit
Ich freue mich besonders, wenn sich Familien zu einer harmonischen Gemeinschaft entwickeln, unabhängig davon, wie die individuellen Startvoraussetzungen sind.

Damit Neugeborene und ihre Eltern einen gesunden und sicheren Start in ihre gemeinsame Zukunft haben, rief das Sächsische Sozialministerium (SMS) 2011 das Präventions-Projekt der Familiengesundheitspaten ins Leben. Koordiniert durch die Carus Consilium Sachsen GmbH, hat sich das Projekt in Dresden und Umgebung bereits sehr erfolgreich entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Universitäts- Kinder- und Frauenzentrum des UKD vermittelt und schult die Carus Consilium Sachsen GmbH ehrenamtliche Paten, die junge Familien im Alltag begleiten und ihnen bei Fragen rund um die gesundheitliche und soziale Förderung ihrer Kinder in den wichtigen ersten drei Lebensjahren zur Seite stehen. Familiengesundheitspaten sind Ratgeber und Bezugsperson. Sie arbeiten ehrenamtlich, ohne Bindung an Behörden und Institutionen. Eine der dienstältesten Patinnen ist Karin Börner. Sie unterstützt das Projekt seit 2012. „Karin Börner ist für die Familiengesundheitspaten eine unverzichtbare Ehrenamtliche, die sich an vielen Stellen sehr produktiv einbringt und das Projekt sowie das Leben der Familien bereichert“, schildert Susanne Eggert, Projektkoordinatorin bei Carus Consilium Sachsen. 

Als Karin Börner 2012 ins Projekt einstieg, war sie gerade in Altersteilzeit gegangen. Ihre neu gewonnene Freizeit wollte sie wertvoll in ein Ehrenamt investieren und dabei ihre Erfahrungen als Mutter eines Kindes und Oma von drei Enkeln weitergeben. Sie wollte ein Ehrenamt finden, in dem sie mit jungen Menschen im Austausch ist und wurde bei den Familiengesundheitspaten fündig. Eine umfassende Patenausbildung, die Kenntnisse rund um die kindliche Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes vermittelt, bereitete sie auf ihre Tätigkeit als Patin vor. Insgesamt fünf Familien waren seither in ihrer Obhut – zwei davon begleitet sie noch immer. Etwa zwei Mal monatlich besucht sie ihre beiden Familien, schenkt ihnen Orientierung und Unterstützung. „Ich freue mich besonders, wenn sich Familien zu einer harmonischen Gemeinschaft entwickeln, unabhängig davon, wie die individuellen Startvoraussetzungen sind.“

Über die Betreuung ihrer Familien hinaus, besucht die engagierte Patin regelmäßig stattfindende Veranstaltungen zur Supervision und Vernetzung der Paten. Interessiert nimmt sie Weiterbildungsangebote zu Themen wie Unfallverhütung, Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen und zur Ernährung von Kindern wahr. Konstruktiv gestaltet sie das Projekt ganzheitlich mit, bringt sich beim Projektteam als Impulsgeber mit Anregungen zu möglichen Neuerungen ein und begeistert dabei immer wieder durch ihre Offenheit und Lebendigkeit. „Karin Börner ist mit ganzem Herzen dabei. Man spürt, dass ihr das Projekt wichtig ist. Ihr Engagement reicht über das durchschnittliche Maß hinaus“, betont Susanne Nestler.

Mit Görlitz haben die Familiengesundheitspaten 2017 einen weiteren Standort gefunden und etabliert. Ziel ist es, das Programm sachsenweit aufzubauen. Bleibt zu wünschen, dass sich viele weitere Patinnen wie Karin Börner finden, die das Projekt mit gleicher Leidenschaft tragen und junge Familien mit viel Fingerspitzengefühl auf das Leben mit ihrem neuen Familienmitglied vorbereiten.