Dr. Ludmila Lutz-Auras, Wismar

2018
Organisation: 
Mecklenburger AnStiftung
Engagement: 
engagiert sich mit Leidenschaft für gesellschaftliche Teilhabe in der Mecklenburger AnStiftung
"Sie ist bei allem Erfolg völlig unprätentiös, herzlich, fröhlich, zupackend und offen zu allen – ganz unabhängig von Bildung oder gesellschaftlicher Position", Dr. Wolf SChmidt über Ludmila

Wenn man als Kind die Heimat und damit die gewohnte Umgebung verlässt, um in einem anderen, fremden Land zu leben, dessen Sprache man noch nicht spricht und dessen Kultur so anders ist als die eigene, steht man vor einer großen Herausforderung. Dr. Ludmila Lutz-Auras ist 11 Jahre alt, als sie mit ihren Eltern 1992 aus der Ukraine in den Norden Deutschlands geht und ihr neues Zuhause in Rostock findet. Nach dem Abschluss des Studiums der Politik- und Verwaltungswissenschaften, Slawistik sowie Neueren Geschichte Europas in Rostock und Moskau, arbeitet sie heute als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationale Politik am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock. Aus den eigenen Erfahrungen heraus ist sie stetig daran interessiert, ein respektvolles, gleichberechtigtes Miteinander in ihrer neuen Heimat Mecklenburg-Vorpommern mitzugestalten, Toleranz und demokratisches Verständnis zu fördern.

Ludmila, wie sie die meisten nennen, fackelt nicht lange, wenn sie für etwas brennt: Sie ist eine Macherin, die in allem was sie tut, zwischenmenschliches Feingefühl und Leidenschaft beweist – sowohl im Job, als auch in ihren vielseitigen Ehrenämtern. So auch als Vorstandsvorsitzende der „Mecklenburger AnStiftung“. Der Stiftung 2012 als Mitglied beigetreten, wurde sie bereits im Januar 2013 prompt in den Vorstand berufen und aufgrund ihres herausragenden Engagements schon kurze Zeit später zur Vorsitzenden gewählt. Inhaltlicher Schwerpunkt und der bis dato größte Erfolg ihres Wirkens ist hierbei das Stiftungs-Projekt „WarmUp - Jugendkultur für Demokratie“. Das Programm richtet sich an alle allgemein bildende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und hat das Ziel, sowohl SchülerInnen, als auch LehrerInnen und Eltern durch Bildung, lokale Vernetzung sowie langfristig angelegte „Mitmachangebote“ die nachhaltige Stärkung einer demokratischen Kultur zu erreichen.

Das Programm, das einst als rein privat finanziertes Präventionsprojekt gegen Rechtsextremismus begann, hat Ludmila inhaltlich neu konzipiert und profiliert. Verstärkt hat sie junge Menschen als Projektpartner eingebunden, die Schulbetreuung professionalisiert und die Schulbeteiligung erhöht. Durch ein erfolgreiches Fundraising, das gleichermaßen auf ihr Engagement zurückfällt, steht das Projekt auf stabilem finanziellen Fuß. „Ich muss gestehen, dass ich in meinem langen Stiftungsleben seit 1981 keine Persönlichkeit erinnere, die Ludmila vergleichbar wäre. Sie ist bei allem Erfolg völlig unprätentiös, herzlich, fröhlich, zupackend und offen zu allen – ganz unabhängig von Bildung oder gesellschaftlicher Position. Sie hält „den Laden“ zusammen und ist eine großartige Netzwerkerin, verrät Dr. Wolf Schmidt, Stifter und Vorsitzender des Stiftungsrates beherzt.

„Botschafterin der Wärme – ich könnte mir keine bessere Beschreibung vorstellen. Sie ist ein Vorbild gelungener Integration oder sogar Assimilation bei gleichzeitiger emotionaler und professioneller Zugewandtheit ihrer Wurzeln.“